Wir hier hinter

Für Brown sind die neuen, sich ständig vermehrenden Mauern kein bloßes Symptom eines globalen Rechtsrucks. Mithilfe von Theoretikern wie Carl Schmitt oder Michael Hardt und Antonio Negri zeichnet sie die Geschichte der Souveränität nach, um schließlich deren Krise zu konstatieren: „Staaten reagieren auf die Bewegungen und Imperative des Kapitals“, schreibt Brown, die Autonomie des Politischen, die für das Konzept der politischen Souveränität konstitutiv sei, habe aufgehört, eine operativ wirksame oder überzeugende Fiktion zu sein.

In: Der Freitag

 

Baldwin ist ein Hofnarr

Eigentlich hätte ich ihn hier fragen müssen, ob es mit seiner Arbeit anders ist. Denn Autoren werden in den USA ebenfalls (noch) nicht verhaftet. Bleibt auch ihre Arbeit folgenlos, sind sie nur ein schöner und interessanter Zeitvertreib, ohne politische Bedeutung? Die Frage fällt mir erst ein, nachdem wir uns schon verabschiedet haben. Stattdessen fragte ich, ob er einen Ausweg sieht, eine Hoffnung hat, dass Kultur irgendwann einmal wieder etwas bedeutet.

In: Der Freitag

“We Need a (Historian) Hero”

“It is this process of emptying history of meaning that has produced pop-cultural historians who aim to protect history from the present, rather than the present from history. As fantastic as these historians and their fictional realms are, there is something familiar about the problems they address. Our own personal histories are now documented and distributed with a thoroughness and rapidity that we would never have thought possible. Facts (alternative and not) reach us with startling speed and regularity. But whether all of this data ever amounts to anything more than fashion, meaningless shifts in affect and style, seems still to be an open question”

In: The Hedgehog Review